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Es war der 1. Juni 1932, als der Unternehmensgründer Dietrich Fischer in Hamburg sein Gewerbe anmeldete. Der Sproß eines Fuhrunternehmers in Schüttdorf (bei Rheine) startete in die unternehmerische Selbständigkeit mit drei grundlegenden Entscheidungen:
1. Die Produkte mußten von herausragender Qualität sein. 2. Die Produkte mußten innovativ sein. 3. Die Qualität und Innovativität mußten sich zu einem Markenbegriff vereinigen.
Und diese Marke nannte er Jumbo und verband den Schriftzug "Jumbo" mit dem Elefantenkopf.
Dietrich Fischer ließ Marke und Logo bereits 1932 eintragen. Und 1932, das Jahr der Unternehmensgründung war zugleich das Jahr, in dem Dietrich Fischer das erste Patent zugeteilt wurde.
Seit 1932 entwickelte sich das Unternehmen weiter und fort. Doch die Grundbausteine sind auch heute, 75 Jahre später, maßgeblich für alle unternehmerischen und betrieblichen Entscheidungen.
Die Entwicklung des Unternehmens läßt sich in folgende Perioden fassen:
1932 - 1939 Dietrich Fischer etabliert seine Produkte in Deutschland und Europa, teilweise sogar in den Vereinigten Staaten. In dieser Zeit wurden viele Patente zugeteilt, inbesondere im Bereich Sattelkupplungen, Druckluftbremsen und andere Fahrzeugbauteile.
1939 - 1945 Der furchtbare Weltkrieg wirkte sich auch auf Jumbo aus. Es war weniger Raum für innovative und die Fahrzeugsicherheit und -wirtschaftlichkeit erhöhende Erfindung. Vielmehr wurde die Produktion zunehmend in den Dienst standardisierter Produkte und Produktion gestellt um auch den steigenden Rüstungsbedarf befriedigen zu können. Die furchbare Bombardierung Hamburgs im Juli 1943 betraf auch den Betrieb Dietrich Fischers. Ein Volltreffer vernichtete ihn fast vollständig.
1945 Die Stunde Null. Eine unglaubliche Menge (ca.500.000) deutscher Patente gehörte zur Beute der Siegermächte, verfiel oder wurde eingezogen. Hierzu gehörten auch Patente Dietrich Fischers. Doch es mußte weitergehen und es ging weiter.
1946 - 1979 Das erste Patent, welches Dietrich Fischer im Nachkriegsdeutschland erteilt wurde, war die Fahrrad-Anhängerkupplung Typ Hummel-Hummel. In Ermangelung eines Marktes für LKW-Sattelkupplungen (es gab zunächst schlichtweg keine LKW außer denen der Besatzungsmächte), der ersten Erfingung Dietrich Fischers (Jumbo-Kugelkopf-Kupplung im Jahre 1932). 1950 erfolgte die Patentierung des genialen, einzigartigen Jumbo-Horns. Die unvergleichliche Qualität und der mächtige Tiefton brachten es, das "Jumbo-Horn" schon seit Jahrzehnten zum Gattungsbegriff wurde. Im Zuge des Deutschlandvertrages 1952 kehrte - zumindest für die junge Bundesrepublik Deutschland wieder einige Rechtssicherheit zurück und sofort ließ Dietrich Fischer die Eintragung der Wort-Bild-Marke "Jumbo" von 1932 erneuern. Noch konnte niemand ahnen, daß die Teilung des Landes volle 44 Jahre währen mußte und so war es selbstverständlich, daß Dietrich Fischer die Marke auch in der DDR schützen ließ, welches 1955 bestätigt ward. Weitere Erfindungen von Fahrzeugbauteilen, inbesondere im Bereich der Druckluftbremse, folgten und wurde z.T. zum Patent angemeldet. Dietrich Fischer begann außerdem, aus den USA Fahrzeugbauteile zu importieren und als Importeur zu vertrieben und auch den Service sicher- zustellen.
1979 - 2003 Hochbetagt gab Dietrich Fischer sein Unternehmen in die Hände seines Sohnes Jörg Fischer († 2006). Weitgereist, mit mehreren mehrjährigen Auslandsaufenthalten, trug dieser eine ganz besondere Vision mit sich, die sich insbesondere aus eigenen Erfahrungen und Anschauungen in den USA speiste. Ende der 70er Jahre sprach man landläufig noch vom "Laster" als reines Arbeitsmittel, sah diesen indes weniger als Aushängeschild des Unternehmens und individuell gestaltbares zweites Zuhause des Kraftfahrers. Jörg Fischer wollte Lösungen bieten, dieses zu ändern. Bereits 1979 tätigte er die ersten Importe von Chromzierteilen aus den USA und paßte diese auf europäische Nutzfahrzeuge an. Schon bald stellte sich jedoch heraus, daß der "amerikanische Chrom" in dem Klima Europas nicht die Beständigkeit zeigte, die von einem Jumbo-Erzeugnis gefordert wurde. So wurde begonnen, ein komplettes Programm von Veredelungsteilen für Nutzfahrzeuge aus rostfreiem Edelstahl zu entwickeln. Jörg Fischer schuf damit in einem völlig neuen Segment und mit völlig neuen Produkten einen völlig neuen Markt, der heute in ganz Europa zu einem ganz selbstver- ständlichen Anblick chromblitzender Teile an LKW führte. Das Jahr 1989 leitete den Völkerfrühling der Befreiung vom Kommunismus ein und voller Euphorie gründete Jörg Fischer mit seinem Sohn Sven im Jahre 1994 ein Tochterunternehmen im Baltikum zur Fertigung neuer Teile. Widerrechtliches Handeln der baltischen Geschäftsführung führte jedoch (un)glücklicherweise zum Untergang dieser eigenen Fertigung im Jahre 1996. Selbst höchstinstanzliche Gerichtsurteile zu Gunsten der beiden deutschen Unternehmer brachten das verlorene nicht zurück. Diese Erfahrung gebahr eine grundsätzliche Entscheidung: Wann immer irgendwie wirtschaftlich umsetzbar sollten Jumbo-Produkte im eigenen Land gefertigt werden. Der Anteil in Deutschland gefertigter Jumbo-Produkte wuchs und wächst seitdem ununterbrochen (z. Zt. >80%). Es sollte sich selbst und allen Beteiligten einfach bewiesen werden: Natürlich kann man in Deutschland Spitzenerzeugnisse preisgerecht fertigen. Wir meinen sogar: Gerade hier! Jörg fischer setzte die gute Tradition des Erfindungreichtums fort und meldete erfolgreich Gebrauchsmuster und Patente ein (z.B. das weltweit erste Edelstahl Drucklufthorn, Edelstahl Rausauskleidungen, usw.).
2003 - 2007 Im Jahre 2003 mußte Jörg Fischer viel zu früh gesundheitsbedingt aus der aktiven Geschäftsführung ausscheiden und übergab diese an seinen Sohn Jörgen-Arne Fischer (im Unternehmen seit 1990). Der innovative Charakter des Unternehmens blieb selbstverständlich traditionsbewußt fortgeführt. Ganz besondere Projekte gehörten dazu, wie die Schaffung eines "Mobilen Büros für den LKW" als spezielle Studie, mit der die künftigen Anforderungen an den Berufskraftfahrer in voller Funktion dargestellt wurden. Diese junge Sparte wurde "Jumbo-Tech" genannt und die ersten Produkte dieses Zweiges sind inzwischen fester Bestandteil des Jumbo- Produktportfolios.
2007 - 2007 Seit nahezu 45 Jahren besteht eine enge Geschäftbeziehung zwischen den Familienunternehmen Klapper Autoteile in Bünde und Jumbo-Fischer in Hamburg, bzw. Neu Wulmstorf. Bereits im Jahre 1997 wurde eine Vertriebsgemeinschaft geschaffen, um den steigenden logistischen Herausforderungen des europäischen Marktes gerecht zu werden. Mit der Neugründung der Jumbo-Fischer GmbH & Co.KG in Bünde übernahm diese zum 1. April 2007 das operative Geschäft der Jumbo-Fischer Hamburg GmbH und führt damit große betriebliche Bereiche, die bislang in den Unternehmen Jumbo-Fischer Hamburg GmbH und Klapper Autoteile GmbH & Co.KG getrennt bestanden unter ein unternehmerisches Dach zusammen. Die resultierende wirtschaftliche und logistische Stärke ergänzt sich somit mit den klassischen Merkmalen traditionsreicher, mittelständischer Unternehmen.
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 Ehrenurkunde der IHK
 Sattelzug der 30er (hier vom elterlichen Betrieb Dietrich Fischers, ausgerüstet mit der patentierten Jumbo-Sattelkupplung)
 Die Gewerbeanmeldung am 1. Juni 1932 in Hamburg
 Das erste Patent vom 6. Juli 1932
 Wort- & Wort/Bild-Marke seit 1932 (erneuert: BRD 1952, DDR 1955)
Zeitungsartikel von 1933 (Motor-Post von 1933)
 Das erste internationale (USA) Patent 1935
 Broschüre von 1933 "Jumbo Sattel-Bus"
 1933 Sattelschlepper-Bus auf der Weltausstellung in Chicago
 Sattel-Hängerzug-von-1934
 Hängerzug 30er Jahre
Jumbo-Nachrichten von 1935
Jumbo-Nachrichten von 1953
Jumbo-Nachrichten von 1960
 1935 Mineralöl-Sattelschlepper mit Jumbo-Sattelkupplung
Zeitungsartikel von 1937 (Kraftwagen-Betrieb Oktober 1937)
 1938 Jumbo-Druckluftbremse pat.
 1949 Jumbo-Notbremse für Anhänger pat.
 1951 Jumbo-Horn im Hafen
 1955
 1953 Jumbo-Drucklufthorn pat.
 Airbrush vom NG 1980
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