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  75 Jahre Jumbo ! (1932 - 2007)
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Es war der 1. Juni 1932, als der Unternehmensgründer Dietrich Fischer in Hamburg sein Gewerbe anmeldete. Der Sproß eines Fuhrunternehmers in Schüttdorf (bei Rheine) startete in die unternehmerische Selbständigkeit mit drei grundlegenden Entscheidungen:

1. Die Produkte mußten von herausragender Qualität sein.
2. Die Produkte mußten innovativ sein.
3. Die Qualität und Innovativität mußten sich zu einem Markenbegriff vereinigen.

Und diese Marke nannte er Jumbo und verband den Schriftzug "Jumbo" mit dem Elefantenkopf.

Dietrich Fischer ließ Marke und Logo bereits 1932 eintragen. Und 1932, das Jahr der Unternehmensgründung war zugleich das Jahr, in dem Dietrich Fischer das erste Patent zugeteilt wurde.

Seit 1932 entwickelte sich das Unternehmen weiter und fort. Doch die Grundbausteine sind auch heute, 75 Jahre später, maßgeblich für alle unternehmerischen und betrieblichen Entscheidungen.

Die Entwicklung des Unternehmens läßt sich in folgende Perioden fassen:

1932 - 1939   Dietrich Fischer etabliert seine Produkte in Deutschland und Europa,
                         teilweise sogar in den Vereinigten Staaten.
                         In dieser Zeit wurden viele Patente zugeteilt, inbesondere im Bereich 
                         Sattelkupplungen, Druckluftbremsen und andere Fahrzeugbauteile.


1939 - 1945   Der furchtbare Weltkrieg wirkte sich auch auf Jumbo aus. Es war weniger Raum 
                         für innovative und die Fahrzeugsicherheit  und -wirtschaftlichkeit
                         erhöhende Erfindung.
                         Vielmehr wurde die Produktion zunehmend in den Dienst standardisierter
                         Produkte und Produktion gestellt um auch den steigenden Rüstungsbedarf
                         befriedigen zu können. 
                         Die furchbare Bombardierung Hamburgs im Juli 1943 betraf auch den Betrieb
                         Dietrich Fischers. Ein Volltreffer vernichtete ihn fast vollständig.

1945                Die Stunde Null. Eine unglaubliche Menge (ca.500.000) deutscher Patente
                         gehörte zur Beute der Siegermächte, verfiel oder wurde eingezogen. Hierzu
                         gehörten auch Patente Dietrich Fischers. Doch es mußte weitergehen und es
                         ging weiter.

1946 - 1979   Das erste Patent, welches Dietrich Fischer im Nachkriegsdeutschland erteilt
                         wurde, war die Fahrrad-Anhängerkupplung Typ Hummel-Hummel. In
                         Ermangelung eines Marktes für LKW-Sattelkupplungen (es gab zunächst 
                         schlichtweg keine LKW außer denen der Besatzungsmächte), der ersten
                         Erfingung Dietrich Fischers (Jumbo-Kugelkopf-Kupplung im Jahre 1932).
                         1950 erfolgte die Patentierung des genialen, einzigartigen Jumbo-Horns.
                         Die unvergleichliche Qualität und der mächtige Tiefton brachten es, das
                         "Jumbo-Horn" schon seit  Jahrzehnten zum Gattungsbegriff wurde.
                         Im Zuge des Deutschlandvertrages 1952 kehrte - zumindest für die junge
                         Bundesrepublik Deutschland wieder einige Rechtssicherheit zurück und sofort
                         ließ Dietrich Fischer die Eintragung der Wort-Bild-Marke "Jumbo" von 1932 
                         erneuern. Noch konnte niemand ahnen, daß die Teilung des Landes volle 44
                         Jahre währen mußte und so war es selbstverständlich, daß Dietrich Fischer die
                         Marke auch in der DDR schützen ließ, welches 1955 bestätigt ward.
                         Weitere Erfindungen von Fahrzeugbauteilen, inbesondere im Bereich der
                         Druckluftbremse, folgten und wurde z.T. zum Patent angemeldet.
                         Dietrich Fischer begann außerdem, aus den USA Fahrzeugbauteile zu
                         importieren und als Importeur zu vertrieben und auch den Service sicher-
                         zustellen.

1979 - 2003   Hochbetagt gab Dietrich Fischer sein Unternehmen in die Hände seines
                         Sohnes Jörg Fischer († 2006). Weitgereist, mit mehreren mehrjährigen 
                   Auslandsaufenthalten, trug dieser eine ganz besondere Vision mit sich,
                   die sich insbesondere aus eigenen Erfahrungen und Anschauungen in den
                   USA speiste.
                   Ende der 70er Jahre sprach man landläufig noch vom "Laster" als reines
                   Arbeitsmittel, sah diesen indes weniger als Aushängeschild des
                   Unternehmens und individuell gestaltbares zweites Zuhause des Kraftfahrers.
                   Jörg Fischer wollte Lösungen bieten, dieses zu ändern. Bereits 1979 tätigte
                   er die ersten Importe von Chromzierteilen aus den USA und paßte diese auf
                   europäische Nutzfahrzeuge an. Schon bald stellte sich jedoch heraus, daß
                   der "amerikanische Chrom" in dem Klima Europas nicht die Beständigkeit
                   zeigte, die von einem Jumbo-Erzeugnis gefordert wurde.
                   So wurde begonnen, ein komplettes Programm von Veredelungsteilen für
                   Nutzfahrzeuge aus rostfreiem Edelstahl zu entwickeln. Jörg Fischer schuf
                   damit in einem völlig neuen Segment und mit völlig neuen Produkten einen
                   völlig neuen Markt, der heute in ganz Europa zu einem ganz selbstver-
                   ständlichen Anblick chromblitzender Teile an LKW führte.
                   Das Jahr 1989 leitete den Völkerfrühling der Befreiung vom Kommunismus
                   ein und voller Euphorie gründete Jörg Fischer mit seinem Sohn Sven im
                   Jahre 1994 ein Tochterunternehmen im Baltikum zur Fertigung neuer Teile.
                   Widerrechtliches Handeln der baltischen Geschäftsführung führte jedoch
                   (un)glücklicherweise zum Untergang dieser eigenen Fertigung im Jahre
                   1996. Selbst höchstinstanzliche Gerichtsurteile zu Gunsten der beiden 
                   deutschen Unternehmer brachten das verlorene nicht zurück. Diese
                   Erfahrung gebahr eine grundsätzliche Entscheidung:
                   Wann immer irgendwie wirtschaftlich umsetzbar sollten Jumbo-Produkte 
                   im eigenen Land gefertigt werden. Der Anteil in Deutschland gefertigter
                   Jumbo-Produkte wuchs und wächst seitdem ununterbrochen (z. Zt. >80%).
                   Es sollte sich selbst und allen Beteiligten einfach bewiesen werden:
                   Natürlich kann man in Deutschland Spitzenerzeugnisse preisgerecht
                   fertigen. Wir meinen sogar: Gerade hier!
                   Jörg fischer setzte die gute Tradition des Erfindungreichtums fort und
                   meldete erfolgreich Gebrauchsmuster und Patente ein (z.B. das weltweit
                   erste Edelstahl Drucklufthorn, Edelstahl Rausauskleidungen, usw.).

2003 - 2007  Im Jahre 2003 mußte Jörg Fischer viel zu früh gesundheitsbedingt aus der
                   aktiven Geschäftsführung ausscheiden und übergab diese an seinen Sohn
                   Jörgen-Arne Fischer (im Unternehmen seit 1990). Der innovative Charakter
                   des Unternehmens blieb selbstverständlich traditionsbewußt fortgeführt.
                   Ganz besondere Projekte gehörten dazu, wie die Schaffung eines "Mobilen
                   Büros für den LKW" als spezielle Studie, mit der die künftigen Anforderungen
                   an den Berufskraftfahrer in voller Funktion dargestellt wurden.
                   Diese junge Sparte wurde "Jumbo-Tech" genannt und die ersten Produkte
                   dieses Zweiges sind inzwischen fester Bestandteil des Jumbo-
                   Produktportfolios.

2007 - 2007  Seit nahezu 45 Jahren besteht eine enge Geschäftbeziehung zwischen den 
                   Familienunternehmen Klapper Autoteile in Bünde und Jumbo-Fischer 
                   in Hamburg, bzw. Neu Wulmstorf.
                   Bereits im Jahre 1997 wurde eine Vertriebsgemeinschaft geschaffen,
                   um den steigenden logistischen Herausforderungen des europäischen
                   Marktes gerecht zu werden.
                   Mit der Neugründung der Jumbo-Fischer GmbH & Co.KG in Bünde
                   übernahm diese zum 1. April 2007 das operative Geschäft der
                   Jumbo-Fischer Hamburg GmbH und führt damit große betriebliche Bereiche,
                   die bislang in den Unternehmen Jumbo-Fischer Hamburg GmbH und
                   Klapper Autoteile GmbH & Co.KG getrennt bestanden unter ein
                   unternehmerisches Dach zusammen. Die resultierende wirtschaftliche und
                   logistische Stärke ergänzt sich somit mit den klassischen Merkmalen
                   traditionsreicher, mittelständischer Unternehmen.


Ehrenurkunde der IHK




Sattelzug der 30er
(hier vom elterlichen Betrieb
Dietrich Fischers, ausgerüstet mit der patentierten Jumbo-Sattelkupplung)


Die Gewerbeanmeldung
am 1. Juni 1932 in Hamburg


Das erste Patent vom
6. Juli 1932


Wort- & Wort/Bild-Marke
seit 1932 (erneuert:
BRD 1952, DDR 1955)

Zeitungsartikel von 1933
(Motor-Post von 1933)


Das erste internationale
(USA) Patent 1935



Broschüre von 1933
"Jumbo Sattel-Bus"


1933 Sattelschlepper-Bus
auf der Weltausstellung in Chicago


Sattel-Hängerzug-von-1934


Hängerzug 30er Jahre

Jumbo-Nachrichten von 1935

Jumbo-Nachrichten von 1953

Jumbo-Nachrichten von 1960


1935 Mineralöl-Sattelschlepper
mit Jumbo-Sattelkupplung

Zeitungsartikel von 1937
(Kraftwagen-Betrieb Oktober 1937)


1938 Jumbo-Druckluftbremse pat.


1949 Jumbo-Notbremse für Anhänger pat.


1951 Jumbo-Horn im Hafen


1955


1953 Jumbo-Drucklufthorn pat.


Airbrush vom NG 1980